Adler Universal 20, Baujahr 1967

Baujahr: 1967
Seriennummer: 8387386
Herkunft: Deutschland, Frankfurt
Schriftart: Pica
Farbband: 13 mm, zweifarbig

Eine richtig „dicke“ Adler

Etwas zur Adler Universal 20

All work and no play makes jack a dull boy“ war wohl der berühmteste Satz den so eine Adler Universal 20 geschrieben hatte, und zwar in dem Film „The shining“ mit Jack Nicholson aus dem Jahr 1980. Dieses Adler-Modell ist also eine kultige Berühmtheit.

Im Grunde kann ich hier wieder nur genau das selbe sagen und wiederholen was ich schon zu ihren älteren Schwestern, Adler Standard von 1951 und der Universal 1958 gesagt habe. Die Adler Universal ist wohl das mächtigste Dickschiff unter den Büroschreibmaschinen.
Prächtig – Groß – Ausgereift – Präzise! Vom Design her, das ist klar, Geschmackssache. Von der Technik her das beste was es an Schreibmaschinen dieser Größe wohl gab.

Der Opel Diplomat unter den Schreibmaschinen. Und das schöne ist, auch sie ist bei Sammlern „noch“ nicht, oder gar nicht beliebt, was bedeutet das man sie noch geschenkt bekommt oder für kleines Geld erwerben kann. Wer also vor einer richtig großen Schreibmaschine mit Din A3 Wagen nicht zurück schreckt und gerne auf manuellem Wege professionell schreiben möchte – Bitte, hier ist Euer bevorzugtes Schlachtschiff.

Wo ist die Beschriftung der Tasten geblieben?

Eine Adler ohne Tastenbeschriftung!

Bei meiner Adler fehlt das gesamte Standard-Alphabet auf den Tasten. Es sind nur Umlaute, Sonderzeichen und Zahlen vorhanden.
Man könnte annehmen dieses Exemplar wurde sehr gepflegt und die Beschriftung der Haupttasten wären durch intensives putzen der Tasten abgewischt. Vielleicht ist das auch eine Maschine die in einem Krankenhaus Dienst tat und deswegen oft desinfiziert werden musste?

Weder noch! Der Vorbesitzer erzählte mir, dass diese Maschine aus einer Berufsschule stammt. Und zwar für angehende Bürokaufleute, Schreibkräfte die auf ihr das Zehnfinger-Blind-Schreiben erlernen sollten. Sie diente also als Lehrmaschine, weshalb dieses Exemplar ohne Beschriftete Tasten geliefert wurde. Aber keine Angst, man trifft sie Heute noch oft an, und zwar mit beschrifteten Tasten.

Schreiben auf der Universal 20

Wie soll ich es sagen? Einfach toll! Auf ihr zu schreiben ist Kinderleicht und sie ist sanft wie ein Lamm. Ihr mächtiger Wagen lässt sich federleicht schieben, ihr Anschlag ist angenehm seidig und ihr Schriftbild gestochen Scharf. Bestnote!

Technisches

Wie schon bei ihrer 10 Jahre älteren Schwester, der Adler Universal von 1958 (auch hier beschrieben), so lässt sich auch bei dieser Universal 20 der Wagen mit zwei Knopfdrücken abheben. Man kann, nachdem er entfernt wurde, darunter gut sauber machen.

Natürlich hat die Adler Universal 20 auch einen kinderleicht zu bedienenden Tabulator der präzise einrastet. Was sie allerdings nicht hat ist eine Sperrschrift Einrichtung, so wie die ältere Adler Universal.

Design:
Sehr große und schwere Standard Büromaschine der 60er Jahre.
Schriftart:
Pica
Verarbeitung:
Metall, sehr robuste, zuverlässige Mechanik. Praktisch unverwüstlich.
Schreibkomfort:
Sehr gut. Die ist etwas für Vielschreiber
Sammelwürdig:
Ein Massenprodukt in hoher Auflage. Das dauert wohl noch einige Zeit.
Empfehlenswert zum schreiben:
Ja, auf jeden Fall.

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